Modulare Smartphones – Hype oder Trend?

Die ersten Berichte vom Poject Ara haben mich etwas ratlos gemacht: Kann das mehr sein als eine geekige Spielerei? Gibt es einen Markt für solche Smartphones? Und löst man damit irgendwelche Probleme?

Nun gibt es aber anscheinend schon mehrere Projekte, die in diese Richtung gehen, wie zum Beispiel das PuzzlePhone oder Vsenn (beides finnische Startups, nebenbei bemerkt). Und die Idee ist natürlich attraktiv, dass man ein Smartphone erweitern, an neue Bedürfnisse anpassen und auch reparieren kann, wenn eine Komponente kaputt wird (was nicht heissen soll, dass man aktuelle Smartphones nicht reparieren kann, nur sind Neugeräte oft billiger als die Reparatur). Und es wäre natürlich ein wichtiger Schritt weg von geplanter Obsoleszenz und hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Betrachtet man aber die Preisentwicklung der Smartphones, die Werbebotschaften der Telcos und den Umgang der (vor allem jungen) User mit den Geräten, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Smartphones immer mehr zum Wegwerfprodukt werden. Hier sind Chancen für modulare Geräte wahrscheinlich nur im High-End Segment zu finden.

Im Sinne einer nachhaltigen IT kann man diesen Projekten natürlich nur viel Erfolg wünschen – es bleibt allerdings abzuwarten, ob sich die Idee auch durchsetzen wird.

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