Der Beitrag der IT – Nachhaltigkeit

Eine ganzheitliche Green IT ist sicher nicht vollständig ohne die Betrachtung des Beitrages, den die IT zur Erhöhung der Nachhaltigkeit unserer Wirtschaft leisten kann. In Erweiterung des Begriffes Green IT kann man hierbei auch von „Green through IT“ sprechen [Uhl und Hanslik, 2012]. Im Folgenden sind beispielhaft einige Einsatzgebiete angeführt, wo durch den Einsatz von IT-Systemen Ressourcen (und auch Treibhausgase) eingespart werden können:

  • Optimierung von Verkehrswegen: Dies ist eines der im Alltag wohl am meisten verbreiteten Beispiele, wo IT einen wertvollen Beitrag zur Einsparung von Ressourcen leistet. Beinahe jeder Autofahrer besitzt heute ein Navigationsgerät, welches nicht nur den schnellsten/kürzesten Weg zum Ziel weist, sondern oft auch Informationen über Staus oder andere Verkehrshindernisse in die Routenwahl einfließen lässt. Dies führt natürlich nicht nur zu einer kürzeren Fahrtzeit, sondern auch zu einer Verminderung des Treibstoffverbrauches.
  • Verkehrsvermeidung: Durch den entsprechenden Einsatz von IT kann Verkehr vermindert oder auch gänzlich vermieden werden. Beispiele dazu wären etwa e-Commerce Systeme, welche es für die Kunden unnötig machen, den Weg zu einem Lieferanten auf sich zu nehmen.
    Im betrieblichen Umfeld sind die Möglichkeiten von Telekonferenzen und Teleworking zu nennen, welche einerseits dazu beitragen können, den Aufwand für Dienstreisen zu reduzieren, oder andererseits überhaupt den täglichen Weg zur Arbeit (zumindest teilweise) unnötig machen können.
  • Gebäudeautomatisierung („Smart Buildings“): Abgesehen davon, dass die IT-Systeme in Gebäuden durchaus als Energielieferanten dienen können (Stichwort „Abwärme“), kann die automatische Steuerung von Gebäudeklimatisierung, Beleuchtung, Heizung, etc. einen wertvollen Beitrag zur Verminderung des Energieverbrauches liefern.
  • Smart Grids: nicht nur die Energieeffizienz eines Unternehmens kann durch die IT erheblich verbessert werden, die IT ermöglicht auch Einflussnahme auf die Energieeffektivität im Sinne des Verwendens der „richtigen“ Energie [Uhl und Hanslik, 2012]. Eine „intelligente“ Energieversorgung ermöglicht also beispielsweise die bewusste Wahl zwischen fossiler und regenerativer Energie und eine bessere Abstimmung von Angebot und Nachfrage von aus regenerativen Quellen erzeugter Elektrizität [SAP, 2011].

Diese Beispiele liessen sich noch fortführen und geben nur einen kurzen Abriss über die Einsatzmöglichkeiten von IT-Systemen zur Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauch.

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